Gut vorbereitet in die Winterpause
Gründliche Fahrzeugpflege erhöht Lebensdauer von Caravans und Reisemobilen

Mit dem Ende der Herbstferien in allen Bundesländern ist auch die Caravaningsaison 2020 vorbei. Für die Mehrzahl der Caravans und Reisemobile beginnt damit die Winterpause. Davor stehen für die Besitzer noch einige Wartungs- und Pflegearbeiten an. Die Caravaning-Fachhändler helfen dabei mit den richtigen Pflegeprodukten, etwa für die kratzempfindlichen Kunststofffenster oder die Reinigung des Wassersystems. Mit den entsprechenden Serviceangeboten des Fachhandels können sich Kunden die zeitintensive Arbeit abnehmen zu lassen. Die Caravaning-Handelsbetriebe sind übrigens derzeit unter Einhaltung der geltenden Hygiene und Abstandsregeln weiterhin geöffnet.

Neben den Wartungs- und Pflegearbeiten sind auch noch einige organisatorische Fragen zu klären. Wer etwa für den Wohnwagen keinen Platz auf dem eigenen Grundstück hat, muss sich um dessen Unterbringung kümmern. Denn der Caravan darf als Anhänger nicht länger als 14 Tage auf öffentlichen Parkplätzen stehen. Zahlreiche Caravaning-Fachhändler und auch manche Landwirte stellen Caravans gegen Gebühr auf ihren Höfen unter. Wer sein Freizeitfahrzeug in den Wintermonaten abmeldet kann zudem KfZ-Steuer sparen. Im abgemeldeten Zustand muss auch ein Wohnmobil auf Privatgrund abgestellt werden. Geld und Verwaltungsaufwand sparen Saisonkennzeichen. Dabei gilt es aber zu beachten, dass der Termin der TÜV-Untersuchung und der Gasprüfung nicht in den Zeitraum der Abmeldung fällt.

Die Fahrzeugpflege zur Winterpause besteht aus den drei Bereichen Außenreinigung, Innenreinigung und Bordtechnik.

Den Anfang macht die Außenreinigung. Für die Acrylfenster des Wohnaufbaus gibt es im Caravaning-Fachhandel spezielle Reiniger. Wer lange den Durchblick behalten will, sollte ausschließlich diese verwenden und auf keinen Fall Glasreiniger oder andere Reinigungsmittel, denn diese machen das empfindliche Acryl stumpf und blind. Als nächstes sind Dichtungen an Fenstern und Türen an der Reihe. Talkum oder Glycerin helfen dem Gummi, die Kälte zu überstehen und weiterhin elastisch zu bleiben. Jetzt noch die Kurbelstützen fetten und die Reifen auf den maximalen empfohlenen Druck pumpen. Zur Entlastung der Reifen sollten die Kurbelstützen am Caravan und wenn vorhanden auch am Reisemobil ausgefahren werden.

Nun beginnt die Innenreinigung: Er wird einmal komplett durchgesaugt - einschließlich der Polster - und danach feucht gewischt. Die Teppiche und Polster sollten im Idealfall in einem Lagerraum außerhalb des Wohnwagens oder Wohnmobils überwintern. Ist dies nicht möglich, werden sie locker aufgestellt, um möglichst viel Luft zu erhalten. Alle Möbelklappen und die Kühlschranktür bleiben den Winter über geöffnet, damit die Luft besser zirkulieren kann. Das Freizeitfahrzeug sollte im Winter nur bei trockenem Wetter regelmäßig gelüftet werden. Dazu werden alle Fenster geöffnet und nach einer Stunde wieder verschlossen. Auf keinen Fall sollte feuchte Luft eindringen, sonst entsteht muffiger Geruch.

Den Abschluss macht die Bordtechnik: Der Frischwassertank sollte mit Reinigungsmitteln aus dem Caravaning-Fachhandel zunächst gereinigt und desinfiziert werden. Danach werden sämtliche Wasservorräte aus Frischwassertank, Abwassertank, Toilette und dem Boiler der Heizung sowie den Wasserleitungen entleert. Alle Wasserhähne und Ablassventile bleiben den Winter über geöffnet. Alle Gashähne werden geschlossen, die Gasschläuche und der Druckminderer werden von den Flaschen abgeschraubt. Jetzt bleibt nur noch der Ausbau der Bordbatterie und deren Einlagerung in einem trockenen Lagerraum.

Wer diese Punkte befolgt, wird sein Freizeitfahrzeug im Frühjahr mit geringem Aufwand wieder in Betrieb nehmen können.